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Wed, 17 Feb 2010

Umweltinstitut der Uni Witten-Herdecke kooperiert mit UNO

WITTEN-HERDECKE (NNA). Das Institut für Umwelttechnik und Management der Universität Witten/Herdecke (IEEM) ist jetzt offizieller Kooperationspartner der Vereinten Nationen im Bereich des internationalen Wassermanagements. Ein entsprechender Vertrag wurde im Januar abgeschlossen, wie die Universität jetzt mitteilte.

Beim Wassermanagement geht es darum, das knappe Gut „Wasser“ effizienter zu nutzen. Weltweit versickern täglich 45 Mio. Kubikmeter Wasser, mit denen man theoretisch 200 Millionen Menschen versorgen könnte. Experten aus Witten sollen bei Ausbildung und Training für ein effizienteres Wassermanagement tätig werden, Leuchtturm-Projekte entwickeln und den zuständigen Wasserbetrieben bei konkreten Problemen helfen.

“Notwendig sind wirkungsvollere Systeme zur Wasserverteilung, insbesondere bessere Rohrnetze“ erläuterte dazu Prof. Karl-Ulrich Rudolph, Leiter des IEEM.  In der Landwirtschaft z.B. verdunste in den traditionellen Regnern und Sprengern sehr viel Wasser, bevor es bei der Pflanze ankomme. Rudolph wird auch als Koordinator der UN-Arbeitsgruppe für Wassereffizienz weltweit für die Organisation der einzelnen Maßnahmen zuständig sein. „Wir werden alles daransetzen, um die hohen Erwartungen und Ansprüche, die an eine solche Position geknüpft sind, bestmöglich zu erfüllen“, betonte er. Erste Lehrveranstaltungen für Wissenschaft und Praxis sind bereits angelaufen, in Sofia (Bulgarien), Rabat (Marokko), Guadalajara, Mexico und Rio de Janeiro, Brasilien.

Das IEEM befasst sich seit langem mit Wassermanagement, international „Water Efficiency”, sowie mit innovativen Recycling-Technologien. Das Institut hat schon seit längerem mit UN Water und der Universität der Vereinten Nationen an Vorhaben in Osteuropa, Afrika, Lateinamerika mitgewirkt. Diese Zusammenarbeit mündete jetzt in den förmlichen Rahmenvertrag zur Kooperation im Bereich der “Capacity Development for Water Efficiency”.

Die Koordinierungsstelle der Vereinten Nationen für die Wassernutzung, die UN Water (www.unwater.org), und die Universität der Vereinten Nationen (www.unu.edu) haben gemeinsam ein Programm aufgelegt, um durch Ausbildung und Training in wasserarmen Regionen und Entwicklungsländern die Kapazitäten für ein besseres Wassermanagement zu schaffen. Deutschland kann in dieser Dißiplin nach Angaben des Witten-Herdecker Instituts als führend gelten, denn die Wasserverluste liegen hier bei etwa 7 %, während in vielen Entwicklungsländern durch Wasserdiebstahl und undichte Leitungen deutlich über 50 % verloren gehen.

End/nna/ung

Link: www.uni-wh-utm.de

Bericht-Nr.: 100217-01DE Datum: 17. Februar 2010

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