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Wed, 04 Nov 2009

Neuer Einsatz für Waldorf Notfallteam nach Erdbeben in Indonesien

KARLSRUHE (NNA). Nur wenige Monate nach dem letzten Kriseneinsatz im Gaza-Streifen, ist ein pädagogisches Notfallteam der „Freunde der Erziehungskunst - Nothilfepädagogik e.V.“ erneut unterwegs, dieses Mal nach Indonesien.

Grund für den Einsatz ist das Erdbeben der Stärke 7,6, dass am 30. September die indonesische Insel Sumatra erschütterte und viele hunderte Menschen tötete und verletzte. Städte und Dörfer wurden zerstört.

„Unzählige Kinder, die das Beben überlebten, haben den Tod von Angehörigen und die massive Zerstörung ihrer Lebensumwelt erlebt und sind infolge der Katastrophe psychotraumatisiert. Sie bedürfen der dringenden therapeutischen Hilfe bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse,“ erklärten die Freunde zum Einsatz in einer Pressemitteilung.

„Deshalb wird ein vom Karlsruher Verein „Freunde der Erziehungskunst – Nothilfepädagogik e.V.“ zusammengestelltes elfköpfiges Expertenteam aus Pädagogen, Therapeuten und Ärzten vom 11.11. bis 25.11.09 nach Padang im Herzen der Erdbebenregion reisen und mit betroffenen Kindern arbeiten,“ so die Hilfsorganisation. Dabei werde das Team auf die Erfahrungen bisheriger Einsätze im Libanon, im Gaza-Streifen oder im chinesischen Erdbebengebiet von Chengdu zurückgreifen können.

Laut den „Freunden der Erziehungskunst“ wird das Notfallteam in Padang mit der Abteilung für psychische Gesundheit des indonesischen Gesundheitsministeriums zusammenarbeiten. Der Einsatz wird auch vom deutschen Auswärtigen Amt unterstützt.

Bei traumatischen Erlebnissen wie Naturkatastrophen oder kriegerischen Auseinandersetzungen entscheide sich in den ersten Wochen, ob das Erlebte selbst verarbeitet wird oder ob sich das Krankheitsbild der „Posttraumatischen Belastungsstörung“ entwickelt, möglicherweise einhergehend mit dauerhaften Persönlichkeitsstörungen, erklärten die Freunde den Einsatz.

Um diese Folgen zu verhindern, würden die von den „Freunden“ entsandten Experten intensiv mit betroffenen Kindern auf waldorfpädagogischer Grundlage arbeiten. Im Mittelpunkt stünden etwa Bewegung und Spiel, Rhythmuspflege und die künstlerische Betätigung der Kinder, um z.B. Störungen der Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozesse, Ess- oder Schlafstörungen infolge der Katastrophe entgegenzutreten.

Die Kosten für die bevorstehende Intervention belaufen sich nach Einschätzung der Organisation auf 30.000 Euro, die die „Freunde der Erziehungskunst – Nothilfepädagogik e.V.“ trotz des ehrenamtlichen Einsatzes des Notfallteams nicht allein tragen können. Der Verein sei daher für die Arbeit im Krisengebiet auf Spenden angewiesen.

END/nna/cva

Spenden: Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e. V., Badische Beamtenbank Karlsruhe, BLZ 660 908 00, Konto-Nr.:1014250, Zweckvermerk: Pädagogische Nothilfe. Bei Angabe Ihrer Adresse erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

Weitere Infos: www.freunde-waldorf.de/die-freunde/arbeitsbereiche/pædagogischenothilfe/

Bericht-Nr.: 091104-01DE Datum: 4. November 2009

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