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Erneuter Kriseneinsatz für Waldorf-Team in Gaza
Kriseninterventionsteam der “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners” darf nach Gaza zurückkehren KARLSRUHE (NNA). Ein Kriseninterventionsteam der internationalen Organisation für Waldorfpädagogik, „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“, das in Gaza Kinder betreut hat, die in Folge der isrælischen Militäraktion am Anfang des Jahres traumatisiert wurden, darf wieder in das Gebiet zurückkehren. Wie NNA berichtete, musste das Team in Gaza seine Arbeit in Februar auf den dringenden Rat der UNO und des deutschen Auswärtigen Amts hin abbrechen und nach El Arish in Ägypten zurückkehren, nachdem Kairo angekündigt hatte, es werde den Grenzübergang Rafah schließen. Danach werde es nicht mehr möglich sein, nach Ägypten zurückzukehren. Obwohl das Team sich zunächst weiter in El Arish aufhielt, in der Hoffnung bald seine Arbeit in Gaza wieder aufnehmen zu dürfen, musste es schließlich nach Deutschland zurückkehren, als sich herausstellte, dass sich die Lage nicht so schnell ändern würde. Nun haben die “Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners” bekanntgegeben, dass ein 10-köpfiges Team vom 14. bis 27. Juli zum erneuten notfallpädagogischen Kriseneinsatz in den Gaza-Streifen aufbrechen wird, um seine Arbeit wieder aufzunehmen. „Wir werden mit unseren bewährten palästinensischen Partnern in Gaza City – dem Gaza Community Mental Health Programme und dem Al Qattan Centre für Traumaarbeit sowie der Atfaluna Society for Deaf Children, einer Schule für taube Kinder – zusammenarbeiten“, erklärte die Organisation in einer Pressemitteilung. „Da im Einsatzzeitraum Schulferien sind, wird unser Team auch in dort üblichen Ferienlagern zum Einsatz kommen“, sagten die „Freunde“. Laut Mitteilung wird ein neuer Einsatzbereich im Juli die Erwachsenenbildung sein: „Wir werden in Workshops Lehrer und Betreuer in der Arbeit mit psychotraumatisierten Kindern fortbilden. Dabei soll theoretisches Grundwissen erarbeitet und auf dessen Basis die verschiedenen waldorfpädagogischen Methoden in der Praxis vermittelt werden.“ „Gemeinsam mit unseren palästinensischen Partnern wollen wir an die pädagogischen Erfolge des letzten Einsatzes anknüpfen und die Zusammenarbeit weiter vertiefen“, so die Waldorf-Organisation weiter. Die „Freunde der Erziehungskunst“ haben jahrzehntelange Erfahrung mit Hilfsaktionen für Kinder in Kriegsgebieten oder auch in der Folge von Naturkatastrophen wie zum Beispiel in Libanon in den Jahren 2006/7 oder beim Erdbeben in China im vergangenen Jahr. Vor diesem Hintergrund entschloss sich die Organisation im Februar ein Interventionsteam nach Gaza zu schicken. Es sollte Kindern, die durch die Kampfhandlungen Traumata erlitten hatten, und ihren Familien Hilfe leisten. Zahlreiche Kinder, die den Raketenangriffen ausgesetzt waren, sind traumatisiert und brauchen dringend Hilfe, um weiteren psychologische Nachwirkungen wie posttraumatische Belastungsstörungen vorzubeugen oder sie zu vermindern, erklärten die „Freunde der Erziehungskunst“ im Februar. Die Waldorfpädagogik und die verschiedenen anthroposophischen Therapieformen seien besonders geeignet für diese Aufgabe. Kriseninterventionsteams bestehen aus im notfallpädagogischen Kriseneinsatz erfahrenen Ärzten, Therapeuten, Krankenpflegern und Pädagogen. Die Waldorf-Organisation bittet auch weiterhin um Spenden für die Arbeit. Im Februar wurden die Kosten der Aktion auf 43.000 Euro geschätzt. (Bankverbindung s.u.). END/nna/cva Link: www.freunde-waldorf.de/die-freunde/arbeitsbereiche/pædagogische-nothilfe/ Spendenkonto: Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, GLS Gemeinschaftsbank Bochum, BLZ 430 609 67, Konto-Nr. 13042010, Kennwort: „pädagogische Nothilfe“ Bericht-Nr.: 090703-01DE Datum: 3. Juli 2009 © 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ |
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