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Stuttgart: Ausstellung macht Münchner Festsaal erlebbar
STUTTGART (NNA). „Der Kunstimpuls Rudolf Steiners – Der Münchner Kongress 1907“ ist der Titel einer Ausstellung, die die Galerie im Rudolf-Steiner-Haus in Stuttgart aus Anlass des Jubiläums noch bis zum 20.Juli zeigt. Sie erinnert an den internationalen Theosophische Kongress vor 100 Jahren, bei dem Rudolf Steiner als Veranstaltungsleiter durch die Gestaltung des Festsaales und des Festprogramms an das antike Mysterienwesen anschloss. Der Besucher findet in der Ausstellung ein begehbares Modell des Münchner Saales mit Reproduktionen der Siegel, Säulenmotive und Büsten sowie Steiners Entwürfe und Entwürfe von weiteren Künstler wie Arild Rosenkranz oder Clara Rettig. Die Ausstellung, unterstützt vom Bauverein Stuttgarter Anthroposophen e.V. und dem Treuhandfonds des AZ Stuttgart wurde initiiert von der Anthroposophischen Gesellschaft der baden-württembergischen Hauptstadt. Die Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung am Goetheanum, dem Rudolf Steiner-Archiv, Dornach und der Agentur „Von Mensch zu Mensch“ lässt den Besucher beeindruckt im Modell sich aufzuhalten, ist es doch eine Dimension mehr als Abbildungen allein. Hier wird das Zitat Steiners sichtbar, erfahrbar: „Denn jede Linie, jede Krümmung, alles an diesen Formen ist so, dass man in der Seele schlummernde Kräfte erweckt, wenn man sich in die Sache einlebt; und diese Kräfte führen zu Vorstellungen über die großen Weltgeheimnisse, welche der kosmischen und der damit verbundenen Menschheitsentwicklung der Erde zugrunde liegen,“ wie er in seinem Bericht vom Münchner Kongress schrieb. So wurde „das künstlerische Leben und Empfinden zum konstituierenden Element jeder echten geisteswissenschaftlichen Arbeit erhoben“, wie es in einer Publikation der Veranstalter heißt. Aber auch in anderer Hinsicht wurde der Kongress wegweisend für die Entwicklung der Anthroposophie: wurde doch die Gestaltung des Festsaales zum Ausgangspunkt für die Entwicklung architektonischer Projekte, die in der Errichtung der Dornacher Bauten ihren Höhepunkt fand. Aber auch die anderen Künste erhielten durch Rudolf Steiners Anregungen wichtige Impulse. Die darin enthaltenen Ideen greifen aber noch tiefer: Im Begriff der “Steigerung der Wissenschaft zur Kunst” bis hin zur religiösen Vertiefung liegen die Keime, die Steiner bereits in der “Philosophie der Freiheit” formuliert hat und die sich bis in das Gebiet der “Erziehungskunst” verzweigen. Die Ausstellung sollte zum einen die damaligen historischen Geschehnisse und Entwicklungen vor Augen führen, zum anderen der Frage nachgehen, „welche der darin erkennbaren Konzepte und Perspektiven noch heute - und vielleicht sogar noch mehr als damals - von Bedeutung sein können“. NNA/end/wil Bericht-Nr.: 070717-01DE Datum: 17. Juli 2007 © 2007 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe: www.nna-news.org/copyright/ Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/ ![]() |