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Fri, 29 Sep 2006

Neuer Studiengang als „einzigartige Gestaltungsaufgabe“

Erste Professoren für Betriebswirtschaft traten Amt an Alanus-Hochschule an – Verbindung von Ökonomie mit Kunst und Kultur als Charakteristikum

ALFTER (NNA). Die Aufbauarbeit am Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn ist eine „einzigartige Gestaltungsaufgabe“. Dies betonte einer der ersten drei neuen Professoren des neuen Studiengangs Betriebswirtschaft, Prof. Dr.  Friedrich A. Stein bei der Ernennung durch Rektor Prof. Dr.  Marcelo da Veiga. Der neue Studiengang Betriebswirtschaftslehre startet ab Anfang Oktober mit den ersten 40 Studierenden. Er vereint ein klassisches betriebswirtschaftliches Studium mit Praxisphasen in Unternehmen sowie Elementen aus Kunst und Kulturwissenschaft.

Die Verquickung von Kunst, Kulturwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre sei „eine faßinierende Herausforderung“, sie ermögliche, Neues zu denken und stark interdißiplinär zu arbeiten, begründet Stein seine Motivation für den Wechsel zur Alanus-Hochschule. Im Rahmen einer Senatssitzung erhielten die ersten drei Professoren des Fachbereich Wirtschaft ihre Ernennungsurkunden. Prof. Dr.  Dirk Battenfeld wurde auf den Lehrstuhl für Marketing und Controlling, Prof. Dr.  Markus Mau auf den Lehrstuhl für Supply Chain Management und Logistik und Prof. Dr.  Friedrich A. Stein auf den Lehrstuhl für Führung und Organisation berufen.

Prof. Dr.  Dirk Battenfeld wurde 1966 in Beckum geboren. Er studierte Mathematik und Informatik an der Universität Münster, wo er 1997 in Wirtschaftswissenschaften promovierte und seit 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere für Distribution und Handel tätig war. 1998 wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an den Lehrstuhl für Marketing an der Fernuniversität in Hagen. Dort erfolgte 2004 die Habilitation im Fach Betriebswirtschaftlehre. Bis August 2006 war er als Hochschuldozent für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Fernuniversität in Hagen tätig.

Prof. Dr.  Markus Mau wurde 1968 in Ehringshausen geboren. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt, promovierte 2000 an der Justus-Liebig-Universität Gießen und war dort ab 2001 wissenschaftlicher Assistent. An der Universität Gießen erfolgte im Jahr 2006 auch die Habilitation zum Thema „Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit durch integrative Wertschöpfungskettenoptimierung“. Für sein Buch „Supply Chain Management“ erhielt Mau 2003 den bisher nur einmal vergebenen Preis ECR Best, den „Practice Award für wissenschaftliche Leistungen“. Er war außerdem als Berater für PriceWaterhouseCoopers und IBM Global Services tätig und sowie für verschiedene Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie und dem Handel. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen in den Bereichen Strategie, Supply Chain Management, Industrie und Handel sowie e-business.

Prof. Dr.  Friedrich Stein wurde 1956 in Jülich geboren. Nach einer Banklehre studierte er Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal. Zunächst begab er sich in die Wirtschaftspraxis, absolvierte ein Trainee-Programm bei einer Großbank und war als Vorstandsassistent im Bankenbereich tätig. 1985 wechselte er zurück an die Hochschule: als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Paderborn. Hier promovierte er 1990 im Rahmen seiner Tätigkeit am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Organisation und erhielt für seine Dissertation zum Thema „Betriebliche Entscheidungs-Situationen im Laborexperiment“ einen internationalen Wissenschaftspreis. 1998 habilitierte er sich an der Universität Mainz im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und wurde ebenda zum Hochschuldozent ernannt. 2002 übernahm er eine Vertretungsprofessur an der Universität Ulm. Überdies war er als Lehrbeauftragter an der Universität Saarbrücken tätig und führt regelmäßig Lehrveranstaltungen am Mainzer Medieninstitut sowie an den Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien in Mainz und Wiesbaden durch. Seit 2000 ist er zudem in der Politikberatung aktiv und als Gutachter bei der Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen.

NNA/end/ung

Link: www.alanus.edu. Fotos der neuen Professoren können angefordert werden bei claudia.zanker@alanus.edu

Bericht-Nr.: 060929-03DE Datum: 29. September 2006

© 2006 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten. Siehe http://www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: http://www.nna-news.org/content/

Biolandwirte über Kürzung der Förderung erbost

STREICHSMÜHLE (NNA). Gegen die Kürzung der Förderung für den ökologischen Landbau in Niedersachsen haben sich die Demeter-Landwirte in Niedersachsen jetzt gewandt. Sie fordern vom Landwirtschaftsministerium eine Weiterzahlung der bisherigen Förderprämien, schreibt die Pressestelle des Demeter-Bundes in einer Veröffentlichung.

Entgegen anderslautenden Beteuerungen sei die Förderung für die Einführung des ökologischen Landbaus radikal gekürzt worden und trotz Kommunal-Wahlkampf und werbewirksamem Auftritt bei der Eröffnung der Öko-Aktionswoche vertrete Agrarminister Ehlen jetzt die Auffassung „seid froh, dass wir die Förderung nicht ganz gestrichen haben.“ meinte Joachim Bauck von der Bäuerlichen Gesellschaft Nordwestdeutschland. Die Konsequenzen würden von der Landesregierung nicht gesehen. Bei dem langjährigen Demeter-Landwirt häufen sich die Hinweise, dass viele Umsteller ihren Weg in Richtung Biolandwirtschaft nicht weiter gehen könnten und andere gleich ganz vor der Umstellung zurückwichen, weil die existentiellen Grundlagen fehlten.

Jürgen Schlüter, der in Wendisch Evern einen Hof auf bio-dynamische Wirtschaftsweise umstellt, meinte dazu: „Gerade vor dem Hintergrund, dass der konventionelle Bauer mehr Subventionen erhält als der ökologische – und zwar mit mindestens 60 Euro pro Hektar und Jahr deutlich mehr - schmerzt es einen Betriebsleiter in ganz besonderer Weise, wenn er nun noch weniger Zuschüsse bekommen soll. Durch die Umstellung auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise verzichtet er ja bewusst auf leistungsfördernde mineralische Düngung. Die Folge: seine Ernten halbieren sich. Der Rinderstall wird aufwändig und teuer umgebaut, die Tiere erhalten Weidegang und Auslauf. Das alles ist kostenintensiv. Und dabei kann er zwei Jahre lang alle seine Produkte nur zu konventionellen, sprich: viel zu niedrigen Preisen vermarkten.“

Insbesondere in den ersten zwei Jahren sei daher jeder Umsteller mindestens auf die bisherige Unterstützung angewiesen, die ihm ermöglicht seine Ertragsausfälle abzufangen und sich einen neuen Markt zu erschließen. „Damit haben alle Umsteller ja auch kalkuliert“ betonen die Landwirte. Durch die Kürzung der Förderung würde die Entwicklung der Bio-Landwirtschaft in Niedersachsen „dramatisch gebremst“.

NNA/end/ung

Bericht-Nr.: 090629-02DE Datum: 29. September 2006

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Herdecker Medizinstudenten bei Notenranking ganz vorn

Neue Veröffentlichung zeigt: Reformiertes Konzept braucht den Vergleich nicht zu scheuen – Schrappe: „Vorbildfunktion für Ärzteausbildung in Deutschland“

WITTEN/HERDECKE (NNA). Medizinstudenten der Universität Witten/Herdecke belegen in der Benotung der ärztlichen Vorprüfung (Physikum) bundesweit Platz zwei. Dies geht aus einem Vergleich aller 36 deutschen Medizinfakultäten hervor, den das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Hamburg angestellt hat und der in der Ausgabe 34/35 des Deutschen Ärzteblatts publiziert worden ist. Darauf wies die Pressestelle der Universität Witten/Herdecke jetzt in einer Veröffentlichung hin. Ermittelt wurde der Notendurchschnitt der schriftlichen ärztlichen Vorprüfungen der Jahre 1994 bis 2004.

Die schriftliche ärztliche Vorprüfung, das Physicum war eine Multiple-Choice-Prüfung, die bis zum Jahr 2004 die Grundlagen-Kenntnisse der ersten vier Semester abfragte. Ihre Benotung galt als besonders harter Parameter des Leistungsvergleiches, weil subjektive Beurteilungen durch Prüfer nicht einfließen konnten.

Der Dekan der medizinischen Fakultät in Witten-Herdecke, Prof. Matthias Schrappe, äußerte sich erfreut über das Ranking. Es zeige sich ein weiteres Mal, dass die Witten/Herdecker Medizinstudenten auch bezüglich der theoretischen Grundlagen den Vergleich mit staatlichen Hochschulen nicht zu scheuen brauchten. Eine praxis- und problemorientierte Medizinerausbildung, die den Studenten viel Raum für Selbstbestimmung lasse, sei kein Widerspruch zu fundierten theoretischen Kenntnissen, sondern fördere die Auseinandersetzung mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Arztberufes, betonte Schrappe. Das reformierte Medizinstudium in Witten/Herdecke werde auch in Zukunft eine Vorbildfunktion für die Ärzteausbildung in Deutschland haben.

Die erste private Hochschule in Deutschland bietet ein Ausbildungsmodell an, bei dem Theorie und Praxis der Ärzteausbildung enger verzahnt sind als üblich und das im internationalen Vergleich als innovativ und zukunftsweisend gilt.

Dieses Konzept war bis vor kurzem Gegenstand einer heftigen, auch öffentlich geführten Auseinandersetzung mit dem Wissenschaftsrat, der im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen Studium und Lehre an der Witten/Herdecker Universität untersucht und eine vernichtende Kritik formuliert hatte. Diese Kritik war von den Medien bereitwillig aufgegriffen worden, einige Medien hatten schon das Ende der ganzen Universität prophezeit, weil die Medizinerausbildung das Herzstück der ersten deutschen Privatuni darstellt. Anfang Juli diesen Jahres hatte der Wissenschaftsrat dann seinen Vorbehalt zurückgenommen.

Witten/Herdecke hatte ein Jahr Zeit gehabt, um auf die Kritik zu reagieren und hat – wie das neue Votum zeigte – diese Frist im Sinn einer „konsequenten Weiterentwicklung“ des Medizinstudiengangs genutzt, wie es in der Pressemitteilung der Universität dazu heißt. Mit einer Verbesserung des internen Qualitätsmanagements, einer kräftigen Nachbesserung im Berech der Forschung sowie einer erheblichen Aufstockung des internen Personals konnte die Universität die Kritikpunkte des Wissenschaftsrats ausräumen.

NNA/end/ung

(Siehe dazu auch NNA-Bericht vom 12. Juli 2006 „Uni Witten-Herdecke: Medizinerausbildung gesichert“)

Link: http://www.uni-wh.de, E-mail: public@uni-wh.de

Bericht-Nr.: 090629-01DE Datum: 29. September 2006

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